ARD gibt laut Nordkurier zu, die AfD als größte Oppositionspartei bewusst nicht einzuladen

Bekanntes Thema, öffentlich rechtlicher Nanny-Journalismus.

Zitat Leif-Erik Holm, AfD, aus Facebook-Post:

„Viele Deutsche haben zurecht die Nase voll von einem überfinanzierten Rundfunk, der meint, sich auch noch als Nanny für die Bürger aufspielen zu müssen. Ein betreutes Fernsehen brauchen wir aber nicht. Es ist die Aufgabe von ARD und ZDF, den gesamten politischen Diskurs in unserem Land abzubilden und nicht, den Menschen ein gefiltertes Bild vorzusetzen. Ich erwarte von hochbezahlten Redakteuren eine kritische, aber eben auch ausgewogene Arbeit. Sie sind Informationsdienstleister für die Bürger, nicht deren Erzieher.

 

Und vor allem gilt es, der jeweiligen Regierung kritisch auf den Zahn zu fühlen. Das aber ist bei Sendern, in denen sich die Kanzlerin zu maßgeblichen Sendungen selbst einladen kann, wohl eher nicht zu erwarten. So, wie sich die vom Bürger finanzierten Medien verhalten, braucht sich niemand mehr über Staatsfunk-Vorwürfe zu wundern.“

Zitat Prof. Jörg Meuthen, AfD, aus Facebook-Post:

In allen vier Polit-Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender, also bei „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Sandra Maischberger“ und „Maybrit Illner“, waren nach unserer Analyse insgesamt 158 Politiker der im Bundestag vertretenen Parteien zu Gast.

63 davon kamen von der Union, 38 von der SPD, sage und schreibe 23 von der kleinsten Partei im Bundestag, nämlich den Grünen, 14 von den Linken, 13 von der FDP und nur ganze sieben vom Oppositionsführer, also unserer Alternative für Deutschland. […]

Ich zitiere hierzu §11 Abs.2 des Rundfunkstaatsvertrages: „Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.“

Da unsere Bürgerpartei seit der Bundestagswahl für knapp 13% der Wähler sprechen darf (und auch soll!), beanspruchen wir auch ungefähr 13% der Politiker-Einladungen für die Talkshows in ARD und ZDF.

Die Realität ist davon weit entfernt: Bei der ARD kamen wir lediglich auf 5,8%, beim ZDF auf unfassbar niedrige 1,9%.

Das kann so nicht weitergehen, denn die öffentlich-rechtlichen Sender stehen nicht außerhalb des Gesetzes. Im Gegenteil: Wie alle anderen Bürger und Institutionen haben auch sie dieses einzuhalten.

 

Holm wirft ARD Nanny-Journalismus vor

SCHWERIN. Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Leif-Erik Holm, hat den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Willkür bei ihrer Einladungspraxis für Talkshow-Formate vorgeworfen. Konkret beklagte Holm die Nichteinladung von AfD-Vertretern. Diese hatte die ARD auf Nachfrage des Nordkuriers zuletzt damit gerechtfertigt, daß AfD-Politiker zum Asylstreit in der Union ohnehin „nichts Wesentliches beitragen“ könnten.